turtlecrossing | 27 January, 2011 18:54
Hier sieht man auf dem Hauptplatz in Lhasa for einem Tempel das man im Winter nur auf Einheimische trifft die vor den Tempeln beten. Touristen gab es so wenige das man sie alle an einer hand zaehlen konnte und nach 2 Tagen kannte man auch schon jeden vom Gesicht her. Dadurch waren die Besuche in den Tempeln um so intensiver da wir immer die einzigen Touristen unter den ganznen Menschen waren.
Die Leute pilgeren aus dem ganzen Land nach Lhasa um dort in den Tempel zu beten. Sie bringen alle eine Kanne buttermilch (aus yak milch) mit und ein tuch gefuellt mir ihrer selbstgemachten Yak butter. Yak im deutschen auch Jak oder Grunzochse genannt, ich persönlich finde natuerlich die dritte variante am lustigen haha. Ist neben Ziegen und Schafen das Haupttier das die Menschen hier halten und das sie fuer ihre Milchprodukte benutzen. So zum Beispiel findet man hier hauptsächlich nur Yakbutter und Yakmilch sowie YAK Käse und den in getrockneter Form. So sieht der Yak käse stand aus:
turtlecrossing | 24 January, 2011 03:48
Meine Tage in Tibet gingen sehr schnell rum auch wenn einem das atem dort seeeehr schwer faellt ist es herrlich in der Natur unterwegs zu sein.
turtlecrossing | 12 January, 2011 03:24
Ich bin momentan leider sehr im Stress, denn es heisst jetzt wirklich Koffer packen. Morgen ziehe ich aus und somit ist morgen auch schon mein letzter Arbeitstag und Tag in Hangzhou! (an dieser Stelle...ich ueberleg mir noch mit einfach an meine Wohnungstuer fest zu ketten haha). Na, im Ernst, es ist sehr schwer zu beschreiben wie schwer mir der Abschied von hier faellt aber ich freue mich um so mehr das ich so eine tolle Zeit hier hatte und ich FREU mich natuerlich sehr sehr sehr auf euch alle DAHEIM!!!
Letztes Wochenende hatte ich noch mal einen tollen Ausflug mit meinen abteuerlustigen Parents (die auch mal wieder hier am Start waren... ich sag euch..China und vor allem Hangzhou macht suechtig!!! haha vorallem laut meinen Eltern das Essen,wo ich nur zustimmen kann!). SOO wir sind also am Samstag von Hangzhou (Sueden) gaaaaaaaaaaaanz weit hoch in den Norden an die Grenze zu Russland geflogen in die tolle Stadt Harbin! Dort findet momentan das alljaehrliche Eis und Schnee Festival statt... kann man sich ja nicht entgehen lassen ;) Also ging es diiiiiick bewaffnet mit allem was warm haelt in den Norden!
Und das war auch gut weil es war bitter bitter KAAAAAAALT! Minus 15 am Tag in der Sonne und sobald diese um 16 Uhr verschwand sank die Temperatur rapide ab. Angeblich wurde es nachts bis zu minus 40, ich habe das aber jetzt mal nicht erkundschaftet...das ist mir dann doch ne nummer zu wild :) Aber mit Achtung: 2 paar dicke Wollsocken, 3 Unterteilen, und ganze 7 Schichten an Oberteilen rollte ich mich mit meinen Eltern raus in die Eiswelt!! Zuerst ging es in den Siberischen Tiger park, wo die arme vom aussterben bedrohte Art nach gezuechtet wird.
Hier sind meine parents gerade dabei..nein nicht mich zu fuettern...aber einen "goldigen" Tiger!
Danach ging es fuer uns ab auf die Schnee Skulpturen ausstellung. Diese findet einfach in einem der riesen Parks statt und die Kuenstler hammern und schaben aus riesigen Schneegloetzen wahnsinnige skulpturen von einer unbeschreiblichen Groesse teilweise. Schaut euch einfach die weissen Bildchen an :)
Hier noch ein fescher Fussballspieller soll Bacci sein uuuuuund noch etwas Kultur alte St. Sophia Kirche in der Stadtmitte von Harbin!
Abends in der bitter bitter Kaelte haben wir uns rausgewagt denn es fehlte noch etwas ganz wichtiges auf unserem Tagesplan.. das Eis Festival. Nachdem wir mittags die Schneeskulpturen gesehen hatten waren wir unheimlich gespannt auf die Eiskulpturen. Und wow die sollte man nicht unterschaetzen die Chinesen haha, Sie hatten auf einem riesigen Gelaende eine Eiswelt mit Palaesten erbaut! man konnte in alle Eishaeuser und Tuerme klettern, manche boten sogar Eisrutschen an um runterzurutschen! Es ist einfach eine unglaubliche Eislandschaft!
turtlecrossing | 27 December, 2010 09:09
FROHEEEEEEEEEE WEIHNACHTEN !!!!
und ein HAPPY NEW YEAR 2011!
da hab ich sogar mal nicht viel mehr dazu zu sagen
turtlecrossing | 16 December, 2010 08:41
Ja wir sind alle im SCHOCK- es liegt SCHNEEE und das in Hangzhou! das ist sooo erstaunlich das alle chinesen total in Panik geraten sind gestern Abend. Alle standen sie mit Besen, Schaufel auf der Strasse und haben geschaufelt und geschoben was das ging. Ebenso wurden alle Baeume egal wo sie standen mit Besen und Stoecken geschlagen damit der Schnee von den Aesten runterfaellt ?!?!?! Man muss nicht alles verstehen :) Jedenfalls sind natuerlich alle noch mit Fahrrad und ElektroRoller unterwegs gewesen das heisst man konnte alle 30 Sekunden jemanden schreien hoeren der die Kurve nicht gepackt hat oder den es einfach auf dem glatten Unterboden gezogen hat :) War irgendwie schon urkomisch... das ganze Treiben zu beobachten. Hier ein paar Bilderchen aus meiner Nachbarschaft bzw. vom Kanal neben meinem Haus.
turtlecrossing | 13 December, 2010 08:13
Es ist schon seltsam wie schnell die Zeit vergeht. Schon alleine schon,dass es hier langsam auch ewas kaelter wird hat mich zum nachdenken gebracht. Ich bin im kalten hier in China angekommen -ohjee- ist wirklich schon fast ein Jahr seit dem vergangen.
Momentan ist es auch sehr schwer die Wirklichkeit der Zeit zubegreifen. Fuer Dezember fuehlt es sich zu warm an und generell kommt es einem so vor als wuerde jetzt einfach ein heftiger Herbst anbrechen. Doch so langsam verlieren die Baeume auch bei den mal noch ueblichen 20 Grad tagsueber die Blaetter - sehr gewoehnungsbeduerftig.. Aber dann kommt ja der grosse Faktor - Weihnachten. Selbst wenn ein Winter in Deutschland mal zu warm ausfallen sollte, dann erinnert einen die Vorweihnachtszeit und schon allein die genialen Abende die man ueber den Weihnachtsmarkt schlendert daran das bald das Ende vom Jahr ansteht. Davon steht hier eben nichts an. Der ein oder andere Hippe Laden hat schoene kitschige Weihnachtsdecko und man findet auch den ein oder anderen Weihnachtsmann der einem zuwinkt von Daechern. Manche versuchen es sogar mit den Weihnachtslichtern -nur fallen die hier nicht so gross auf da die Laeden das ganze Jahr ueber solche Lichter einsetzen. In den 24h Shops wird man sogar von einem im Dauerlauf abgespielten Techno Version von Jingle bells - begruesst- herrlich :)
Ja ich bin einfach noch nicht bereit fuer Weihnachten und an Neujahr laesst sich erst gar nicht denken. Aber ein Blick auf den Kalender heute hat bestaetigt noch genau 31 Tage bleiben mir in meiner asiatischen Heimat. Dann heisst es wieder Rucksack packen und ab die Post. Wenn ich an die letzten Monate denke bin ich ueberwaeltigt vor Freude und Dankbarkeit was ich alles erleben und sehen durfte. Haha sonst haette dieser Blog sicherlich auch nicht so lange ueberlebt ohne die ganzen Stories von nah und fern in Sai's China life. Ich hoff natuerlich es hatte ein bisschen was fuer jeden und das ihr ein Stueck China so mit mir mit erleben konntet!
Ha- natuerlich will ich euch heut auch noch was ganz tolles zeigen. Da ich meine Wochenenden jetzt sehr kalkuliert nutzen muss habe ich mich am letzen Wochenende dazu entschlossen zu dem einen Ort zu fahren der in meiner Provinz als das Highlight gilt. Ich habe schon oefters Plaene gehabt dorthin zu reisen aber irgendetwas kam immer dazwischen. Der tolle Ort heisst: 1000 Island Lake! Und das steht und sagt auch schon mal ganz genau um was es sich da handelt haha. Ein riesiger See (unueberschaubar) der mit lauter verschiedenen grossen Inseln ueberseet ist. Ihr kann man dann sich fuer eine der vielen Bootsoptionen entscheiden.
Vom speedboot bis zur normalen Tourifaehre gibt es hier alles im Angebot sogar in der Nebensession. Naja, ich hab mich mal zurueckgehalten und habe mich fuer die einfachte Tourifaehre entschieden die uns auf 4 verschiedene Inseln gebracht hat. Die erste Inseln hiess die Schloss-Insel, auf dieser Insel kann man angeblich die Kultur der Liebe kennenlernen und spueren ( ist etwas an mir vorbei gegangen haha). Aber auf dieser Insel haben die chinesen ueberall Schlosser aufgehaengt mit denen sie ihre Liebe sozusagen fuer immer mit einander vereinen in dem sie dort einschliessen und den Schluessel wegwerfen. Man kann also den ganzen Tag dort verbringen und sich die verschiedensten Schloesser und eingeritzten Liebessprueche durchlesen (falls einem danach ist).
Zu den naechsten zwei Inseln musste man dann ueber das Wasser laufen. Sprich auf dem Wasser war ein seehr wackliger "floating" Pfad. Auf dem Weg zu Insel 2, waren in der mitte vom Pfad Becken mit Fischen drinnen. Die Fische konnte man natuerlich fuettern, was hier recht ueblich ist, nur sind diese Fische regelrecht durch gedreht als man ihnen Futter ins Becken geschmissen hat. Die haben sich quer uebereinander geschmissen und sind aus dem Wasser auf einander drauf gesprungen nur um ein Stuecken von dem Fischfutter zu bekommen. Und alle haben gleichzeitig ihren Kopf rausgestreckt und lauthals geschmatzt als sie Ihre Muender wie wild auf und zu geklappt haben. Das hat uns zuerst etwas abgeschreckt aber dann haben wir doch noch einen heiden Spass gehabt die Scary fische zu fuettern.
Insel 2 war die Harmonie Insel. Dort konnte man hoch zum Gipfel klettern und dort gab es einen kleinen Tempel zubesichten. So gings schnell weiter zu Insel 3 Dort gab es eine wunderschoene Aussicht auf das Herumliegenende Ufer und raus auf den See. Ansonsten bot die Insel viiele Pflanzen und eine super Haengebruecke. Wobei sich diese Haengebruecke von anderen unterschied das wenn man ueber die gelaufen ist hat man sich einfach nur betrunken gefuehlt :) Aber als wir natuerlich ueber die Bruecke gehuepft sind stand am anderen Ende eine chinesin und hielt wie immer ihre Camera uneingeschrocken direkt auf mich drauf. Da wir in einer super Stimmung waren haben wir beschlossen einfach extrem dumme Grimassen zu ziehen, ich mein welcher Chinese will schon Bilder von Westlichen mit dummen Gesichtern. Ja, als wir dann das Ende der Bruecke erreichten, schaute uns die Chinesin ganz entgeistert an und deutete auf einen Bildschirm hinter sich- Ja die gute Frau hat dort gearbeitet und hat von allen die ueber die Bruecke kamen Bilder gemacht zum kaufen. HAHA- OHJEE. Wir mussten darauf hin natuerlich unsere Fotos unbedingt sehen-peinlich :) also kaufen konnte man davon keins aber schon der Blick der armen Frau war es wert.
Insel 4 war die Schlangen Insel. Hier gabs eine Schlangentanz performance von zwei jungen Frauen - die ihre Hueften sehr sexy geschwungen haben waehrend sie mit den Schlagen tanzten. Danach konnte man ueber die Insel klettern und die verschiedensten Sorten von Schlagen anschauen. Die aber meiner Meinung nach alle ---sehr klein waren--- aber vielleicht ist das ja normal bei chinesische Schlagen! (Scherz).
Danach hat unser super Faehre (die wirklich nicht schlecht war) vorallem weil wir fuer 10 Euro uns sogar auf UpperDeck upgraden konnten und dann das gesamte obere Teil von Boot fuer uns alleine hatten! Langsam wieder zurueck gebracht. Aber wir durften in Abenddaemmerung und den Leichten Dunst von den Regenwolken die Schoenheit von dem See und jeder Insel erleben. Dann hiess es auch leider schon wieder Abschied nehmen und die Heimreise antretten.
Jetzt gibt es aber auch in meiner Stadt selbst noch soviele Sehenswuerdigkeiten zu denen ich es noch nicht geschafft habe. Also habe ich es am Wochende noch zu meiner Aufgabe gemacht zumindest noch eine Sehenswuerdigkeit abzuklappern. Zuerst fand ich waere der Zoo mit seinen Pandas ein MUSS gewesen. Aber mit der hier anbrechenden Kaelte ist der Zoo wohlmoeglich nicht gerade in seiner Bluehtezeit und die Tiere auch nicht wirklich am aktivsten. Also gings statt dessen zum Tiger Spring. Das ist einer der ursprungs Quellen die man in Hangzhou finden kann. Mein Freund hatte mir schon erzaehlt das die alten Leute jeden Tag um 4 Uhr morgens aufstehen und mit Wasserkontainern zu der Quelle zu pilgern um sich fuer den Tag dort Wasser abzufuellen, weil es als sehr gehaltvoll und heilend gilt. Jaaa ernsthaft, ich war noch nicht ein mal durch den Eingang als mir der erste aeltere Mann mit einem Bambusstabueber den Ruecken gespannt und an an jeden Ende zwei grosse Wasserkanister bis zum Rand aufgefuellt entgegen kam. Die Quelle liegt wirklich mittem im Waldtgebiet umgeben von Bambus und alten Steinfiguren. Am besten hat mir aber gefallen das es heisst das Wasser so ein hohen Gehalt an verschieden Stoffen das es Geldmuenzen tragen kann. Und tatsaechlich stand dort ein Mann der mir angeboten hat seine Schuessel zu nutzen und ich durfte sie mit Wasser von der Quelle fuellen. Dann habe es mit einer 1RMB und einer 1Mao muentze ausprobiert. Beide sind geschwommen! Auch wenn das alles sehr beeindruckend moechte ich nicht wissen was alles ungesundes drinnen ist, wir sind ja schliesslich noch in China. Somit habe ich mich letzt endlich nich dazu ueberreden lassen eine Flasche von dem Quellwasser zu kaufen. Trotzdem, Tiger Spring - du bist ein Besuch wert gewesen!
turtlecrossing | 30 November, 2010 08:46
Das Wochenende durfte mal wieder fuer eine spannende Reise hinhalten.
Es ging mal wieder Richtung Berge. Aber diesmal in meiner eigenen
Provinz. YanDang Shan heisst der gute Berg oder eher Gebirge und liegt
ganz unten im Sueden von meiner Provinz (sehr nahe am Meeer, bei der
Stadt Wenzhou!!!). Wenzhou liegt 360 km von Hangzhou entfernt. Waere
generell fuer ein Wochenendausflug nur eine lange An und Abreise aber
zufaellig verlaeuft eine Schnellzugstrecke von Hangzhou direkt zu
diesem Berg. (Ja, der Berg hat seine eigenen Bahnhof.) Also ist man in
3 gemuetlichen Stunden schon direkt vor Ort.
Ich bin mit Anna einer netten deutschen Bekanntschaft aus Hangzhou am
Samstag morgen in aller Frueh ab in den Zug und um kurz nach 11 Uhr
standen wir dann schon mitten im Gebirge vor dem ersten Steingipfel und
fragten uns was es darstellen soll. Die Gegend war herrlich, alles
noch schoen gruen noch keine Anzeichen von Herbst oder Winter. Die
Sonne hat nochmal volle Power gegeben und hat das perfekte T-shirt wetter hergezaubert. (nicht das ich mich beschweren will, aber
die Sonne war so intensiv das fast alle Bilder ueberbelichtet sind haha).Jedenfalls kann man in dieser genialen Gebirgslandschaft sich mit
kleinen minibusen von einer Attraktion zur anderen fahren lassen.
Denn das Gebirge verteilt sich doch ueber eine grosse Flaeche und laesst
sich in einem Tag schlecht ablaufen.
So sucht man sich aus den ganzen Sachen seine
Favouriten aus und geht es auf eigene Faus besichtigen. Neben den ganzen
genialen Steinskulpturen die alle lustige Namen hatten (Specht,
bettender Moench, junge Mutter die ihr Kind saeugt, Mast, Maus die den
Berg runterrennt, schlafender Tiger, Schere, usw.) gab es auch noch einen
kleinen und einen grossen Wasserfall zu sehen. Leider haben wir die
falsche Jahreszeit erwischt es floss so gut wie kein Wasser. So das man
wirklich Schwierigkeiten hatte die Wasserfaelle uberhaupt zu finden.
Aber immerhin gab es (sowas gibt es nur in china) bei dem kleinen
Wasserfall mitten in der Bergwand auf einmal einen Aufzug mit dem einfach
mal 20 m in die Hoehe fahren konnte um den Wasserfall von gegenueber
sehen zu koennen.Und was natuerlich nie fehlen darf in der chinesichen Landschaft....
Hoehlen! Es gab viele zur Auswahl wir haben uns ganz brav an zwei
gehalten. Die erste demonstrierte die Kunst von chinesichen
Hoehlenmenschen und die zweite war perfekt fuer eine kurze Verschaufpause
von all den chinesichen Touristen (denen die Hoehle natuerlich wieder
einmal zu sportlich-weit-oben lag).
Sollte jemand es schaffen dieses Raetsel zu loesen und wirklich diese Mutter samt Kind in den Bergen sehen koennen bzw. auf dem Bild finden dann bitte gebt mir Bescheid. Wir haben nach 10 min. intensiven Starrens aufgegeben. Aber irgend jemand muss irgenwann einmal ja schliesslich diese Mutter mit Kind dort gesehen haben! Strengt euch an
Nachdem unser absolut goldiger Fahrer uns den ganzen Tag von A nach B
gebracht hatte fuhr er uns zurueck in das kleine Dorf ausserhalb des
Gebirges. Und weil er so herzensgut war hat er uns sogar noch geholfen
eine Unterkuft bei einer lokalen Familie in der ihrem beeindruckend
moderen Hotel zu finden. Wo wir mit einem wirklich ausserordenlich
sauberen Zweibett Zimmer und tip top Bad mit fliessend heissem Wasser
belohnt wurden. Nachdem wir am fruehen Abend die 3 Strassen in dem Dorf
abgeklappert hatten und uns in einem lokalen Restaurant den Magen
vollgeschlagen haben sind wir erschoepft in unsere weiche Betten versunken
waehrend im Fernseh noch die Abschlusszeremonie der Guangzhou Asian Games
mit viel wilder und bunter chinesischer Musik und Taenzen zelebriert wurde.turtlecrossing | 19 November, 2010 16:15
Leckere Soya Bohnen und süffige Double Deer Bier was es hier im Dorf für 12 Cent gibt!
Meine liebe Freundin Jingjing (rechts) und die wunderbare Köchin und liebste Tante (links)!
Die Dorftmarkt Bruecke!auf dieser Brücke kann man alles von Fisch bis zu frischen Gemüse und Obst finden.
turtlecrossing | 17 November, 2010 09:23
kleiner Auszug aus meiner Lieblingsklasse gestern. JAAA Lehrer haben
lieblingsklassen und lieblingskinder- es ist wahr! die kids hatten einen riessen Spass als wir Emotionen erraten gespielt haben. Und die Sai hat auch vieel zu lachen gehabt
turtlecrossing | 15 November, 2010 08:42
Im letzen Monat hat sich ziehmlich wenig aufregendes ergeben. Routine eben J Jede Woche gibt vieles neues in meinem Chinesisch Unterricht zu lernen. Wobei ich durch die Hartnaeckigkeit meiner Lehrerin diese Woche das erste Schulbuch erfolgreich durch haben werde. Nicht so aufregend denn danach gehts gleich weiter zu Numero Zwo, haha. Vor 2 Wochen als meine Eltern zu Besuch waren gab es wieder einer der beruehmten Kindergarten Ausfluege. Ich durfte sogar meine eigenen Kinder mitbringen (meine Eltern J). Nein Scherz. Auf jeden fall gab es einen lustigen Tagesausflug zu einer Koi Zuchtfarm. Koi sind uebrigens die beruehmten japanischen Zuchtfische – ziehmlich teuer so ein Tierchen. Und die hatten eine ganze Wand voller Zuchtpokale ( was es ned alles gibt heutzutage!). War auf jeden Fall wieder ein lustiger Kidsausflug und natuerlich wurde auch wieder was gepflueckt bzw. In dieser Session eher ausgeraben. Es gab Kartoffeln und chinesischen Meerretich zum ausbuddeln- das sind die Dreckbrocken geflogen J
Dieses Weekend habe ich endlich mal geschafft mit meiner Freundin Jingjing zu ihren Verwandten zu fahren. Die 3 Stunden von hier in einem wirklich alten einheimischen Dorf wohnen. Und irgendwie ist auch das halbe Dorf ihre Familie wie ich feststellen durfte. Wir sind Samstag morgens mit dem Zug los gebraust nach Jinhua ( wo ich schon einmal mit Eva war, das ist die beruhemte Stadt in der Auslaender nicht in ein Hotel einchecken duerfen haha). Dort hat uns ihr Onkel abgeholt, ein einfach nur goldiger Mann der mit seinen 1,50 m mir sogar nur bis zur Schulter geht. Dann gings mit dem Bus weiter raus aufs Land wo mich alle auf dem Bus befinden chinesen ganz unauffaellig mit ihren Handys fotografierten waehrend der Onkel mir Witze versuchte zu erzaehlen. Jinjing meinte nur auf der haelfte der Strecke: “ God, you are a superstar. how could you forget to wear a big hat and sunglasses so nobody would recognize you!”. (Ehrenwort jingjing naechsten mal hab ich Hut und Sonnenbrille am Start!). Kurz danach sprangen wir mitten im nirgendswo vom Bus und liefen auf einem Feldweg Richtung – DORF?!?
Aja, dann sah ich das Dorf. Es gibt also wirklich Orte hier die man auch bei uns als Dorf bezeichnen wuerde. Jingjjings Verwandte wohnen in einem Ort das vielleicht 30 Haeuser insgesamt hat von denen aber jeder Haushalt noch seinen eigenen Brunnen hat. Ich wurde ganz herzlich von Ihrer Oma, ihrer Tante, ihren unendlich vielen Cousinnen und Nachbarn willkommen geheissen. Zuerst gab es eine Tasse Gruenen Tee -vom Hauseigenen angebauten Tee- ist klar! Wie stellt man sich so ein Dorfhaus vor. Die moisten sind noch Haeuser die aus Lehm gebaut sind aber so langsam renovieren sie die Haeuser und bauen die Hauser mit roten Ziegelsteinen auf. Die Haeuser sind entweder 3 oder 5 Stoeckig. In einem dreistoeckigen Haus befindet sich unten Kueche und Aufenthaltsraum, 2 stock ist Bad und Schalfzimmer, 3 Stock unbenutzt oder Lager fuer Stroh/Reisernte. In einem 5 Stoeckig Haus werden der 5 und 4 Stock nicht genutzt und nur fuer Lagerzwecke genutzt. Grund- Sie brauchen den Platz fuer sich selber nicht. Jingjings Familie hatte auch einfach einen vierecken Raum im Erdgeschoss in dem an allen vier Seiten vier grosse Scheunentueren aus Holz waren. Diese sind Tagsueber offen so das man eigentlich das gefuehl hat man sitzt im Freien. J In dem Raum befindet sich nur ein grosser Esstisch aus Holz und Baenke. In einer Ecke steht dann noch der Gasherd und ein Wok. Mehr brauchen sie nicht. Alles findet an dem Esstisch statt! Natuerlich sind zu meiner Freude ueberall im Haus und Hof Katzen, Hunde, Huehner und Enten rumgelaufen. Herrlich! Am Nachmittag bekam ich dann eine Tour von Jingjings Tante und es ging raus auf die Aecker. Sie hat mir gezeigt, was sie alles selber am Hof anbauen: Tee, Reis, Baumwolle, Kartoffeln, Blumenkohl, Bohnen, Chilli, Karotten, Meeretich, Knoblauch, usw. Ich konnte mir gar nicht alles merken. Es war auf jeden fall sehr beeindruckend! Und bis auf die Reisernte schmeisst die Tante den ganzen Anbau allein.
Wir haben dann gemeinsam Sachen fuers Abendessen ausgesucht und dann gings zurueck in die gute Stube. Es war Zeit fuer meinen Kochunterricht. Auf dem Plan stand – Soyabohnen Gericht, Schweinefleisch gericht, Rindfleisch gericht, Gemuese gericht, chinesischer Crunch Snack zum Nachtisch. Alles wird eins nach dem anderen im selben Wok zubereitet. Das ganze dauert mit einer Profikoechin wie jingjings Tante weniger als 15 min fuer die ganzen Gerichte. Es war also hoechste Konzentration geboten bei ihren ganzen Erklaerungen und der Geschwindigkeit mitzukommen. Aber es hat sich gelohnt, die Gerichte waren alle koeeestlich und ich werde versuchen jedes Gericht selber nachzukochen und langsam zur Perfektion Wok Koechin zu werden. (mein Liebingsgericht war das Rindfleischgericht, hierzu hat die Tante das Rindfleisch in ganz kleine laengliche Stuecke geschnitten und dann in Rotwein gelegt fuer 10 min, dann kam das Fleisch mit Ingwerstuecken, eingelegten Gurkenstuecken, Chilli, Knobi, Salz in den Wok- durschwenken fuer 2 min ferttig!).
Nach dem genialen Abendessen gab es zum Nachtisch den knusprigen Reissnack (Reisangebraten in Chillipulver,paprikapulver, salz, pfeffer, gruene bohnen, erbsen dazu in den Wok) schon alleine wie das duftet. Da kann jeder asiasnack beim Aldi einpacken! Das ganze kam einfach in einem grossen Topf auf den Tisch und jeder bekam seinen eigenen Loeffel und zu einem leckeren Bier und gutter Unterhaltung kann jeder sich Froehlich vollschauffeln mit den leckeren snack.
Den Rest des Abends hatte ich die Ehre das die Oma und der Onkel es sich zu ihrer Aufgabe gemacht hatten mir chinesisches Mahjong beizubringen. Hilfe- das ist gar nicht so einfach. Aber wir hatten unheimlich viel Spass – und nach knapp ueber drei Stunden hatte ich sogar ein halbwegs den Dreh raus. Und die Oma und der Onkel hatten ihr erstes englisches Wort gelernt: OKAY, Okay!
Als ich dann Abends ins Bett huepfte kam noch die letzte Ueberraschung des Tages: die Bettdecke war weich wie Wolken! Ich habe noch nie in meinem Leben so eine flauschige weiche Decke gehabt. Als ich nachfragte aus was die Decke sei, sagte jingjing mir: Ach, meine Tante hat sie die Woche aus der ihrer frischen Baumwolle Ernte fuer uns gemacht. WHAT?!? Ja leute, sollte euch jemand jemals eine Bettdecke aus Frisch geernter Baumwolle anbieten-greift zu! Nicht nur ist das ein einmaliges flauschiges weiches Gefuehl es gibt auch einfach keine waermere Alternativen unter den Decken! Ich wuenschte die Nacht haette 24 Stunden gehabt damit ich nicht so frueh wieder unter der Decke hervor klettern haette muessen.
Am Sonntag wurden wir durch des schreien der Tante um 7 geweckt die uns hochmotviert von unten zum Fruehstuecken rief. Und das ganze Haus duftete auch schon wieder lecker nach Essen. Zum fruehstueck gabs dann eine leckere Tofu-brotstange fuer jeden und eine Schale mit Reisbrei mit sowas aehnlichen wie Suesskartoffeln drin. Das hoert sich jetzt vielleicht nicht gerade wie ein Traumfruehstueck an aber es war perfekt und obwohl so simple ist, schmeckt es koestlich! Den Rest des Sonntags verbrachten wir auf dem Markt in der naechst groesseren Stadt wo die Tante an jedem Stand irgendwas zu essen fand das ich unbedingt probieren musste. Zum Mittagessen fuhren wir dann in ein anderes Dorf zu nochmals anderen Verwandten und dort gab es dann nochmals ein Festmahl mit sovielen Gerichten das ich nicht mitzaehlen konnte. Aber es gab leckere Lotuswurzeln und irgendwelche eingelegten Innerreien vom Ochsen wo ich wirklich erstaunt bin zu sagen- das hat gut geschmeckt was immer ich auch da vom Ochsen gegessen habe. J zum Nachtisch gabs hier Frisch abgehacktes Zuckerrohr fuer alle. Als wir beim Nachtisch ankamen war schon kein Raum mehr frei im Zimmer weil sich soviele Verwandte und neugierige Nachbarn um uns rum versammelt hatten. Somit wurde ich fuer die Rest der Zeit bis zur unserer Abfahrt ins Schlafzimmer der Tante verlagert. TJA, Hut und Sonnenbrille haetten sich doch bezaehlt gemacht :)
Dann gings leider wieder zurueck Richtig nach Hause. Auf den Weg Richtung Bahnhof kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Das die ganzen Bauern im Dorf und auf den Feldwegen ihre Reis ernte einfach mitten auf der Strasse trockneten OK- meinetwegen. Aber nein, mitten auf so etwas wie einer Bundesstrasse war die ganze Standpur weiss. Und alle paar Meter stand ein Bauer mit seinem Raechen und schob seine Reisernte zum trocknen hin und her. Versuch das mal in Deutschland haha
Entschuldigt bitte mein Deutsch- es wird nicht gerade besser unter Zeitdruck- ich weiss
Wo bu hao yisi! I'm sorry!
turtlecrossing | 22 October, 2010 09:03
Dachte es war mal wieder an der Zeit meinem Lieblingstier einen Platz auf meinen Blog zu widmen :
Letzes Wochenende habe ich es doch noch tatsaechlich auf die Expo geschafft in Shanghai. Morgens um 6 am Samstag ging ab in den Bus und ganze 6 Stunden anstatt nur 2 Stunden spaeter war ich dort. Warum 4 Stunden Verspaetung ??? Die normale Besucherzahl fuer Samstage lag bei 500 000 Menschen ich durfte mir die Expo an dem Tag mit ueber 1 Millionen Menschen teilen!
Jaa da ist es dann auch klar das es mal zu Engpaessen und Warteschlagen kommt schon alleine bei Busparkplaetzen. Ich hatte somit ganze 7 Stunden fuer die Expo und weil es keine Warteschlangen unter 3 Stunden gab hab ich frei raus beschlossen - ALLES - wird nur von aussen angeschaut
Es waren eine ganze Prozentzahl von vielleicht 2 , Besucher aus dem Ausland der Rest waren nur Chinesen. Da wurden natuerlich wieder links und rechts von einem Fotos geschossen als waer man gerade Elvis der auferstanden ist! Es waren viele interssante Pavillions dabei, mir haben am besten England (weils so cool stachlig war), Schweden (weil die eine Gondel auf dem Dach installiert hatten), Spanien (weil es komplett aus Bambus gebaut war), Saudi Arabien (weils einfach nur GENIAL aussah, oder wie ein mega LA Casino) und Sued Korea ...(weil es das bunteste war hehe).
Und man wuerd es nicht glauben ich habe es sogar in ein Landes Pavillion geschafft: BULGARIEN! Es war herrlich langweilig und unspektakulaer aber es hat mich zutiefst geruehrt die tollen wuschkabuschka Kostueme und Landschaftsbilder zu sehen. Werde das Land immer lieben aber an ihren Expo Pavillion muessen sie arbeiten hehe.
Ansonsten habe ich es noch geschafft Staedte Pavillions aus Indien, Spanien, Italien, Africa und DEUTSCHLAND (Freiburg, Bremen) zu besuchen. Die deutschen waren extrem nuechtern und Fakten bezogen... "wie toll die Industrie in Freiburg ist" usw. und die Spanischen waren so bunt und modern das man null von dem Konzept verstanden hat. ABER das WORT der Expo im Jahr 2010 bei Stadt und Laender Pavillions war : Substainable!
Ich war dann froh als ich um 10 Uhr Abends nach einer wunderschoenen Musik, Wasser-Licht-Laser Show die Expo wieder verlassen durfte. Als es dunkel wurde konnte man auch sehen wie manche nicht so attraktiven Pavillions in der Nacht richtig schick aussahen. Und wie immer war es bunt bunt bunt und ich konnte nicht genug davon kriegen! Am groessten und beeindruckendsten war natuerlich das Chinesische Pavillion was auch nachts beleuchtet sich aus allem hervor gehoben hat.
Ich war heilfroh als ich endlich um 1 Uhr morgens wieder Fuss in meine Wohnung setzen konnte! EXPO 2010 ich war dabei.. an dem Tag als der Tagesbesucherrekord gebrochen wurde - YES - ich war einer von ueber 1 Millionen Besuchern! und nein... mir macht in den naechsten Jahren keine grossen Menschenversammlung mehr Angst!!!!
turtlecrossing | 09 October, 2010 09:29
Am Donnerstag Abend habe ich mich auf eine Runde spaeten Kaffee mit Tarun getroffen. Nachdem ich mehrmals angedeutet habe das ich morgens frueh raus muss um meinen Flug nach Dunhuang zu erwischen hat er es sogar geschafft gegen 23 Uhr aufzukreuzen. Sprich von wegen kurze Nacht! Um halb drei hat er mich dann wieder vor meiner Haustuer abgesetzt als mir klar wurde ...Ohjeee in 3 Stunden muss ich aufstehen. So entstand dann der gesunde Plan meine Sachen in Taruns Auto zu schmeissen noch 2 Stunden an den Westlake und Kanal zu fahren und den Sonnaufgang zu sehen, um dann gemuetlich zum Flughafen gefahren zu werden.
Damit hatte ich auf jeden Fall schon einmal sicher gestellt das ich waehrend meiner zwei Fluege schlafen wuerde. Gut das mein erster Flug wie erwartet 2 Stunden Verspaetung hatte und als ich in Xian angkam ich genau 3 Min zum umsteigen hatte. Ich wusste bis dahin nicht das sowas ueberhaupt moeglich ist.. aber in China geht alles.Also bin ich aus dem Flugzeug rausgerannt, drei Gates weiter runter gehetzt, um gerade wieder in ein Flugzeug einzusteigen. Das nenn ich mal ein Check-in
Aussicht aus dem Flugzeug kurz vor Dunhuang!
Ich stand um 17 Uhr in Dunhuang in meinem Hotel bereit einzuchecken, was leckers zu Essen zu finden und ganz schnell zu schlafen. Leider hatte das Hotel meine Reservierung angeblich nicht erhalten und keine Zimmer frei. Fast 3 ganze Stunden spaeter war ich endlich eingecheckt. Das alles hat natuerlich wieder endlos Nerven gekostet und mir 30 neue graue Haare gegeben. Fazit: das naechste mal warte ich nicht 2 Stunden bis ich eine riesen Szene in der Hotellobby vor allen anderen Gaesten schmeisse.
Am naechsten Morgen ging es gleich um 5 Uhr morgens los. Mit einer lustigen chinesichen Reisegruppe ging es ab in die Wueste. Auf den Weg zu den Yumen und Yangguan Paessen ( beide alte Handelspaesse auf der Seidenstrasse) hatte ich meinen ersten Sonnenaufgang in der Wueste. Ja, es sieht wirklich aus wie ein roter Streifen am Horizont der langsam immer heller wird und ploetzlich ist es als haette jemand das Licht angeschaltet. Am besten hat mir auf dem Tagesausflug die geniale Yadan Landschaft gefallen. Es ist ein Gebiet von ueber 20 km das genau an der Grenze zwischen Taklamakan und der Gobi Wueste liegt. Hier liegen ueber dem ganzen Gebiet verbreitet Gesteinsformen die durch Wind und Wasser ueber die Jahre mitten in der Wueste geformt wurden. Es sieht fast ausserirdisch aus als haette jemand die Steine vom Himmel geschmissen.
Zweites Highlight des Tages war die grosse Mauer. Jetzt denkt jeder bei der grossen Mauer an die Bilder die man aus Beijing kennt aber man darf nicht vergessen es gibt noch die wirklich alte Mauer. Die Mauer aus der Han Dynasty (220 n. Chr). Vorallem ist es interessant wie man durch die Verwitterung sehen kann das die Mauer damals nur aus Lehm, Stroh und Kiesel gebaut wurde.
Aussicht in die Gobi Wueste am Yumen Pass
Aussicht auf die Berge-Wuestenlandschaft beim Yadang Pass
Tag 2! Heute gings zu den beruehmten alten Buddhistischen Hoehlen (Xīqiānfódòng ). Dazu nehme man ein Taxi und laesst sich fuer 1 Stunde mitten durch die Wueste fahren bis das Taxi haelt und der Fahrer sagt „einfach hier die Treppen runter!“. AJA, denkt man sich aber wenn man Glueck hat hat der gute Mann recht. Es war nur eine Familie vor Ort und mit denen wurde ich dann auf eine private Tour genommen. Jede Hoehle ist fest verschlossen mit einer Stahltuer das heisst der Guide oeffnet jede Tuer einzeln. Das hat zu einem den Grund das die Hoehlen sehr alt sind und die Wandmalerrein darin von dem 4. bis 13 Jahrhundert stammen und somit sehr anfaellig sind fuer die Lufttemperaturen und natuerlich fuer Diebstahl/Beschaedigung. Man kann unter diesen Umstaenden selbst in China in keiner Hoehle ein Bild machen da die Hoehlen SOOOOO extrem geschuetzt werden muessen vor dem Verfall. Aber es ist ein uriges Gefuehl in so einer dunkelen Hoehle die alten Wandmalerein von Buddhas, alltaeglichen Szenen und kuenstlerische Verzierungen im Licht von einer Taschenlampe zu betrachten und sich zu ueberlegen vor wie vielen Jahren es erbaut und bemalt wurde.
Nach dem schoenen Halbtagesausflueg hiess es jetzt fuer mich.. sattel das Camel! Ich war am Abend zu vor auf dem Heimweg von meinem leckeren Abendessen an einem Cafe vorbei gekommen das Camelreisen anbot und eines von den Angeboten war fuer eine Nacht mit Camel in der Wueste zelten. Na, als koennte ich mir sowas entgehen lassen JNach 5 Minuten gegenseitig beschnuppern hiess es dann auch schon aufs Camel. Was wirklich lustig ist wenn die diese grosse Tier in die Knie geht und man gemuetlich aufsteigen kann, denk man sich EASY aber man darf nicht unterschaetzen wie wackelig es ist wenn das Tier sich wieder aufrichtet… GUT FESTHALTEN! Ich war in einer Gruppe mit zwei Amerikanerinnen, die erste bekam das weisse Camel das auch das hoechste war, die zweite bekam das sehr fette Camel was naja gut zu ihr passte und so bekam ich das kleinste Camel. Komischerweise hat am Ende aber mein Camel alles von Zelt, Wasser bis zu Feuerholz getragen, armer Winitou. Ja, nachdem ich und mein Camel uns gut kennengelernt hatten musste er natuerlich einen tollen Namen bekommen und er ist einfach ein geborener Winitou!
Wir kamen also mitten in der Wueste zwischen den Sandduenen an einer kleinen Schlucht zum Halt da unser chinesischer Guide fan des war ein guter Ort zum zelten, geschuetzt vom Winde von allen Seiten. Als wir alles abgeladen hatten waren es nur noch 15 min bis zum Sonnenuntergang.
Auf dem hoechsten der vier Sandduennen um die Grube rum konnte man von weiten eine kleine Gruppe leuten sitzen sehen und sie hatten den perfekten Blick auf den Sonnenuntergang. Also schnappte ich mir meine Sachen und sprintete die Sandduene hoch. Was sich 10tausend mal leichter anhoert als es ist. Bei jedem Schritt versinkt man bis zu 20 cm im Sand der auch noch nach unten ruscht d.h. anstatt 1 Schritt muss man fast 3 machen. Ein top workout wuerd ich sagen, aus dem Grund haben wohl auch meine zwei Ami-Kolleginnen beschlossen den Sonnuntergang von unten in der Grube anzuschauen.
Ich kam rechzeitig fuer den Showdown der Sonne oben an und zu meiner Ueberraschung sassen auf der Duene eine Gruppe Franzosen. Um genau zu sein 6 Stueck, 5 Freunde und dem einen seine Freundin. Nachdem die Sonne sich langsam ueber die Duenen versenkt hatte bechloss die Truppe die Duene nicht normal abzusteigen sondern eine Sandwurmkette zu bilden. Da ich mit meinem ganzen Rucksack oben war und LEIDER nicht teilnehmen konnte durfte ich das ganze Spektakel fuer die Damen und Herren Videodokumentieren.
Was sich bei Abendessen als Bonus herrausstellte denn waer haetts gedacht die Franzosen reisen nie ohne ihren Wein. Und so gabs zu leckeren chinesischen Instant Noodles 8 Flaschen chinesischen Rotwein, den man natuerlich logischerweise in der Wueste mit Cameln immer dabei hat!
Nachdem Abendessen gesellten sich die zwei Amis noch fuer eine Stunde bis 9 zu uns und dann waren sie auch schon mucksmaeuschen still im Zelt verschwunden. Wir kletterten in den dunklen Duenen herum und befolgten die Anweisungen von unserem chinesischen Guide, MISSION Lagerfeuer. Leider ging uns das Brennholz schneller aus als es haette sein sollen und dann baut man sich in der wuesste ein Feuer aus Camel-Duenger. Als wir dann unter dem genialen Sternenhimmel der sowas von nah und extrem hell und klar erscheint unser neues Lagerfeuer gut am brennen hatten packten die Franzosen noch zwei Gitarren aus. Somit durfte ich einen ganzen Abend die wunderschoenen Sternschnuppen die im Dauerlauf vom Himmel kamen bebachten waehrend die Franzosen ihre Lieblingshits von Zucherro performten. So hatte ich mir schon immer eine Nacht in der Wueste vorgestellt.
Kurz vor 1 Uhr scheuchte uns dann doch unser Guide in unsere Zelte zum schlafen. Ich hatte das kleine, knall lilane Zelt in der Mitte von der Gruppe da ich die Einzige war die alleine schlief. Und ich weiss jetzt auch warum man nicht allein in der Wueste zelten will, es ist sicherlich romantischer zu zweit, es ist auf jeden Fall waermer!!! Bitter bitter kalt… unds das obwohl ich gesamte 9 Schichten von Klamotten anhatte und zwei Schlafsaecke.
Der Sonnenaufgang am morgen hat alles von der Nacht wieder gut gemacht! Auch wenn der Sonnenuntergang traumhaft war, solch einen Sonnenaufgang gibt es nirgends nocheinmal. Der Sonnenaufgang dauert auch fast eine ganze halbe Stunde aber man verfaellt einfach in eine Trance wenn man sieht was fuer eine Kraft und Auswirkung die Sonne auf solch
Nach dem tollen Erlebnis brachte ich Winitou wieder in sein zu Hause und verschwand erstmal fuer eine heisse Dusche im Hotel.
Frisch aufgetankt mit Energie war meine Planung fuer den Tag: Erklimmen der hoehchsten Sandduene aka Mingshan (die sich auch schon Berg nennt mit 1780m Hoehe). Also schnappte ich mir den Stadtbus (was wieder fuer Entsetzen sorgte, weisse westliche Frau im Bus –hilfe!) und brauste wieder direkt raus in die Wueste. Der Ort war am ueberlaufen mit chinesischen Touristen die sich in Golfkarts um die Duenen rumfahren liesen oder in 30 minuten muehsam versuchten die umliegenden Duenen zu besteigen. Aber mitten in dem Trubel liegt zwischen den Duenen der Mond See und um ihn rum wie eine mini Oase wachsen Baeume und Blumen. Das sieht nicht nur merkwuerdig aus sondern auch wunderschoen!
Ich hoppelte also die erste Sanddune hoch hinter einer Reihe unglaublich langsamer Chinesen und als ich kurz davor war meine Geduld engueltig zu verlieren beschlossen diese endlich Rast zu machen. So konnte ich schnell an ihnen vorbei ziehen und erreichte endlich das Plateau ueber dem Mond See und noch viel wichtiger von hier aus konnte ich den Aufstieg zum Mingshan Berg sehen. Ich war total baff kein einziger Mensch befand sich auf dem Berg, niemand versuchte auch erst darauf zu klettern. Naja, ein Problem mit den Duenen wie schon erwaehnt ist sie sehen so klein und niedlich aus und man denkt da hoch schaff ich es locker, das stellt sich meist aber als seeehr falsch raus.
Mein Plan fuer Mingshan war daher.. alle Zeit der Welt zumindest bis zum Einbruch der Dunkelheit. Es hat mich gute 2 Stunden gekostet und um ehrlich zu sein ich haette in der Mitte gern augegeben. Der Sand blaesst einem die ganze Zeit in die Augen, Ohren und Gesicht. Der Mund ist total ausgetrocknet egal wieviel man trinkt und ueberall klebt Sand. Es war kein Spass!
Dafuer sind die Outfits der Chinesen mal wieder sehr interessant hier.. alle kaufen sich einen Cowboyhut, naja so wie es sich eben gehoert fuer die Wueste..haha. Ich bin leider ein Spassverderber und hab mir keinen gekauft
Aber der die Zufriedenheit und die Aussicht als ich oben war es natuerlich wert.Sonst waer der Berg ja nicht bekannt fuer was er ist.. die Spitze gibt einem Aussicht zwischen der Oasenwelt und der grossen Weite der Sandwueste.
Last DAY~ Hab ich mich zu den beruehmten Mogao Grotten auf den Weg gemacht. In diesen Grotten befinden sich ueber 250 Hoehlen aus den verschiedensten Jahrhunderten. Einer der Hauptattraktionen hier.. also hab ich mich frueh in den Bus gesetzt und bin Richtung Hoehlen. In meinem Hotel und meinem Reisefuehrer (der Bible) hiess es dort gibt es immer englische Tourguides. Als ich um 9 ankam wurde mir gesagt in 3 stunden waere ein englischer tourguide verfuegbar ich muesste nur mehr zahlen und drei stunden warten. OKAY! also haben wir die Tour mal wieder auf chinesisch gemacht.. JUHU! Ich durfte pro Hoehle 20-30 min anstehen (ich hab 10 Hoehlen lang ausgehalten) und dann durfte ich mich mit 50 bis 60 chinesen in eine Heohle quetschen.. oder wie hier eher zutriftt schlagen hehe.
Zuletzt noch eine kleine Aufnahme aus meiner Dusche im Hotel. Das musste einfach dokumentiert werden weil es mich jeden Abend beim duschen sowas zum lachen gebracht hat und vorallem fand ich das Schild sehr beruhigend fuer solche Tollpatsche wie mich... was einem nicht alles unter der Dusche passieren koennte.. und wie traurig das in meinem Hotel das Personal nicht dafuer haftet - lach
Und zu meinem glooooooreichen Urlaub gabs natuerlich noch einen TOP Abschluss... eine leckere Zhu Rou Jaozi Tang (dumpling suppe) und ich hab mir eine Karte zu der legendaeren Tanz-Akrobatik Show von der Legende von Dunhuang gegoehnt. Es war mit Abstand die beste Performance und Show die ich in China gesehen habe! Ladies aufgepasst--- schon allein die Kostueme waren herrlich (bunt bunt bunt)
turtlecrossing | 30 September, 2010 09:22
Nach einem langen Arbeitstag heute heisst es fuer mich URLAUB! (schon wieder... krieg ich ja schon fast ein schlechtes Gewissen.. aber auch nur fast). Die letzen Wochenenden und auch die kommenden durfte und darf ich arbeiten damit ich diese gloreiche Woche an National-Feiertagen frei bekomme. Und so heisst es von Freitag bis Donnerstag.. frei
Ich hab mir natuerlich nochmal was ganz spezielles einfallen lassen da es meine letze Moeglichkeit ist etwas aufwendigere Orte in dem Land besuchen zu gehen. Mein Ziel heisst Dunhuang und liegt in der Gansu Provinz. Die wiederum liegt in der Naehe von der Mongolei und ganz im Nordwesten von China. Das kleine Staedtchen Dunhuang ist beruehmt weil es eine Oasenstadt ist. Also reise ich morgen frueh mitten in die Wuestenpampa
Hoffe mich erwartet dort nur gutes. Habe schon von verdaechtigen Speisen wie Camelhoecker und Camelfuessen gehoert... bin ich ja mal gespannt.
Jetzt ist erstmal beten angesagt das meine Fluege morgen puenktlich sind. Die Fluggesellschaft hat mich heute informiert das mein Flug die letzten zwei Tage immer um 2 Stunden Verspaetung hatte und das ich in meinem Fall dann morgen meinen Anschlussflug verpassen wuerde. Das heisst ich wuerde in Xian feststecken. Ich will es ja nicht verschreien aber das ist immerhin auch wo ich und Lucia damals mit dem Zug festsassen wegen den Ueberflutungen. Naja, dafuer heisst es ja so schoen: Es wird schon schief gehen!
turtlecrossing | 26 September, 2010 10:10
Da ich die Woche drei Tage frei hatte durfte ich jetzt das Weekend durcharbeiten. Logisch in China (zumindest).
Dafuer habe ich es mal raus in das Nachtleben in Hangzhou geschafft. Habe mich Dienstag Abend mit zwei indischen Freunden (Tarun: der Herr im Foto; und Lucky) getroffen. Die zwei nette Wesen habe ich ueber meine Kolleginnen kennengelernt. Wir haben dann zu dritt mal die Stadt unsicher gemacht. Naja nicht wirklich
Aber war mal lustig ein bisschen feiern zu gehen. Da ich mit zwei Herren unterwegs war sind wir natuerlich anschliesslich im Mc Donalds gelandet, wo auch sonst ?!?
Gabs halt nen lecker Milkshake fuer mich.
So hier mein kleines Beweisfoto das ich
a) es auch in China in den McDoof geschafft habe
b) das der Friseur meine Haare nicht verfuscht hat, hehe!
turtlecrossing | 25 September, 2010 09:25
Die Woche hab ichs mir gegeben! Das top-ultimative Erlebnis hier zum Friseur zu gehen. Ich hab mir nach langen ueberlegen den schicken Laden ausgesucht in der Naehe von meiner Arbeit der sich ganz stylish "Armani Garden" nennt.
So wie es heisst sieht es auch aus, POSH und schick. Der ganze Laden hat drei ganze getrennte Raeume durch die man langsam durchgeschleusst wird. Zuerst bekam ich ein Glas frischen Tee und dazu ein Teller mit vielen kleinen Snacks. Eigentlich dachte ich mir das als naechstes meine Haare gewaschen werden ... aber nein es tauchte eine zierliche,huebsche Chinesin mit Mundschutz auf und klappte meinen grossen Ledersitz nach hinten und began meinen Kopf zu massieren. Dieser Friseurengel hat mich dann eine gesamte halbe Stunde massiert einschliesslich Kopf, Schulter, Arme, Finger und Ohren. Danach hatte ich schon vergessen warum ich eigentlich original zum Friseur gegangen war.
Darauf bekam ich meine Ohren gesaeubert, was -O.K.- etwas bewoehnungsbeduerftig ist aber nicht so unangenehm wie man es sich vorstellt
Die naechsten 10 Minuten wurde dann eine Haarkur intensiv mit einer weiteren Kopfmassage auf meine Haare aufgetragen. Erst danach landete ich beim Haare waschen. Auch hier wurde ich ueberrascht, anstatt wie bei uns das man sich in einen normalen Stuhl setzt und aufwaendig den Kopf nach hinten in ein Becken legen muss wo man nach einer gewissen Zeit einen steifen Nacken bekommt.Nein, hier legt man sich auf ein hoeher gelegtes Leder-Bett (Coach) die Beine stehen gemuetlich auf dem Boden und man legt den Kopf einfach gemuetlich in ein Becken am Ende von dem Bett. Zuuum einschlafen gemuetlich!!!
Ich bekam einen ganz jungen netten Friseur der sich dann aller groesste Muehe gab mir meine absolute Traumfriseur zu schneiden. Und ich wuerde sagen er hatt es geschafft.. top geschnitten und das trotz Sprachbarriere. Als ich dann beim gehen schon befuerchtete ich haette nicht genug Bargeld dabei, blieb mir die Sprache weg als sie mir eine Rechnung von 3,80 Euro zeigten.
Also waehrend ich in Deutschland froh bin wenn ich es 2 mal in Jahr zum Friseur schaffe, weiss ich wer jetzt alle paar Wochen hier zum Friseur gehen wird!
I wuerd sagen I hob di Haare schoooeen!
| « | October 2011 | » | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mo | Tu | We | Th | Fr | Sa | Su |
| 1 | 2 | |||||
| 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
| 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 |
| 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 |
| 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
| 31 | ||||||